Energieversorgung im Expeditionsmobil -
ein komplexes und wichtiges Thema !
Leider können wir diese Sparten bis auf Weiteres nicht mehr beratend begleiten. Bis feststeht, welche Bereiche wir weiterhin anbieten stehen die Informationen hier zur Verfügung,- eine Beratung und Verkauf findet im Augenblick jedoch nicht oder nur auf wenige Produkte eingeschränkt statt. Wir bitten um Ihr Verständnis!
Die Energieversorgung im Geländewagen bzw. Expeditionsmobil ist von zentraler Bedeutung, da Globetrotter ja in den meisten Ländern (abgesehen vom Tanken) auf eine autarke Energieversorgung angewiesen sind. Während der Energiebedarf für Kochen und Heizen problemlos über verschiedene Brennstoffe gedeckt werden kann, ist man für Licht, Kühlen, Radio, GPS, Notebook, Funk und andere elektronische Geräte auf Strom angewiesen. Entscheidungshilfen zu den möglichen Alternativen zur Energieversorgung finden Sie hier.
STERLING: Laderegler, Batterie-Computer und -Ladegeräte, Stromverteiler, Wechselrichter und Spannungswandler
Bordstromversorgung:
Um die Startfähigkeit des Motors nicht zu gefährden, hat es sich bewährt, für die Bordversorgung separate Batterien mit eigenem Stromkreis zu nutzen. Die Batterien werden dann während der Fahrt von der Lichtmaschine geladen und die gespeicherte Energie kann in den Standzeiten wieder verbraucht werden. Die Frage, welche Verbraucherleistung problemlos entnommen werden kann, lässt sich nicht pauschal beantworten. Während der Fahrt ist der maximal lieferbare Strom durch die Leistung der Lichtmaschine kaum begrenzt (je nach Modell meist 70 - 150 A), bei großer Stromentnahme (z.B. elektrische Boiler, Scheinwerfer, Gebläse, Scheiben-, Spiegel- und Sitzheizungen, große Verstärkeranlagen, etc.) wird aber natürlich die zur Batterieladung nutzbare Energie erheblich eingeschränkt. Während der Standzeiten muss der Strombedarf von der Bordbatterie gedeckt und später durch Batterieladung wieder zugeführt werden. Dabei können Solarmodule die möglichen Standzeiten erheblich verlängern. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, die Bordbatterien über Ladegeräte und externen Stromanschluss zwischendurch wieder aufzuladen. Da Globetrotter aber normalerweise nicht auf Campingplätze mit Stromanschluß angewiesen sein wollen bzw. solche in vielen Ländern gar nicht verfügbar sind, ist dies keine verlässliche Lösung.
Wegen der (im Vergleich zu anderen Energiequellen) doch recht begrenzten Energiedichte und dem hohen Gewicht von Batterien sollten im Geländewagen / Expeditionsmobil grundsätzlich nur elektrische Verbraucher mit effizienter Energieausnutzung zum Einsatz kommen. In der Praxis bedeutet dies, dass Licht, Kompressorkühlschrank, Wasserentkeimungsanlage, Dieselkocher und Dieselheizungen (hoher Stromverbrauch beim Zünden, danach minimaler Stromverbrauch), Radio (ohne Hochleistungsverstärker!), GPS und (bei einer täglichen Nutzungsdauer von wenigen Stunden) auch Notebooks und Funkanlagen gut über Batteriestrom betrieben werden können. Strom als Energiequelle für elektrisches Heizen, Kochen, zur Warmwasseraufbereitung oder zur Klimatisierung ist (wenngleich technisch realisierbar) unsinnig!
Batteriekapazität, Standzeiten, Solaranlage und Anlagendimensionierung:
Bei einer relativ komfortablen Fahrzeugausstattung mit Kühlschrank, Druckwasserpumpe, Dieselkocher, Licht, Radio und GPS werden der Batterie pro Tag rund 750 Wh (ca. 60 Ah bei 12 V) entzogen. Berücksichtigt man, dass in Geländewagen eine 130 Ah-Batterie gut untergebracht werden kann und für eine hohe Batterielebensdauer nicht mehr als 70% der Kapazität entnommen werden sollten, so ergibt sich eine Standzeit von 1-2 Tagen. Wenn Sie nicht zu den "Dauerfahrern" gehören sondern es an einem schönen Stellplatz auch einmal mehrere Tage aushalten, dann ist eine Solaranlage zur Energieversorgung ideal. Nun ist natürlich je nach Wettersituation, Reiseland und Reisezeit die Energieausbeute einer Solaranlage sehr unterschiedlich. Durch eine Solaranlage mit 100 W Modulleistung werden der Batterie je nach Wetter, Breitengrad und Jahreszeit zwischen 25 und 350 Wh (rund 2 - 30 Ah) pro Tag zugeführt. Während sich unter günstigen Einstrahlungsbedingungen die Standzeit in obigem Beispiel also etwa verdoppelt, bleibt der Nutzen bei Schlechtwetter recht begrenzt. Die praktische Erfahrung zeigt aber, dass man beim Reisen im Geländewagen (wegen des knappen Raumangebots im Fahrzeug) gerade an Schlechtwettertagen bevorzugt unterwegs ist (die Batterieladung erfolgt dann ohnehin über Lichtmaschine) und im Winter meist nur südliche Länder bereist. Während sich ca. 80 W Modulleistung von der Dachfläche her eigentlich immer realisieren lassen sind bei wenig Gepäck am Dach auch bei Geländewagen bis zu 200 W Modulleistung und ca. 250 Ah Batteriekapazität realisierbar. Damit läßt sich zumindest in südlichen Ländern in aller Regel eine vollständige Deckung des Energiebedarfs erreichen (unbegrenzte Standzeit).
Batterietypen und deren Ladung:
Die Anforderungen an Batterien sind je nach Einsatzzweck vollkommen unterschiedlich:
Starterbatterien benötigen in erster Linie eine hohe Stromlieferfähigkeit und zwar gerade auch bei winterlich kalten Temperaturen; dafür ist Zyklenfestigkeit und Kapazität kein wesentliches Kriterium für Starterbatterien: bereits nach wenigen Tiefentladungen sind Starterbatterien deshalb "im Eimer", Starterbatterien sind deshalb zur Bordstromversorgung ungeeignet! Nach wie vor gehören Nass-Batterien (oft als “wartungsfrei” spezifiziert) zu den gebräuchlichsten Starterbatterien; auch hochwertige AGM-Batterien (advanced glasfibre mat) kommen aber immer mehr in Mode (OPTIMA, MAXIMA, etc.).
Versorgungsbatterien benötigen demgegenüber keine hohe Stromlieferfähigkeit, sie müssen aber sehr hohen Anforderungen an Kapazität und Zyklenfestigkeit erfüllen! Sollen Bordbatterien im Wohnbereich eingesetzt werden, sind gasungsfreie Batterien gesetzlich vorgeschrieben! Gel-Batterien haben diesbezüglich massive Sicherheits- und Handhabungsvorteile, Sie sind auch bezüglich Selbstentladung, Kapazitätsreserven und Lebensdauer besonders gut! Allerdings sind für Gelbatterien speziell angepasste Ladeverfahren zwingend erforderlich! Bei Ladung über eine Standardlichtmaschine werden Sie mit Gelbatterien nicht froh! Kaufen Sie deshalb keine Gelbatterien wenn Sie nicht bereit sind, in adäquate Ladetechnik zu investieren!
Winden- oder Traktionsbatterien benötigen schließlich sowohl hohe Stromlieferfähigkeit als auch Zyklenfestigkeit und stellen damit wohl die extremsten Anforderungen. Diesbezüglich haben sich AGM-Batterien sehr gut bewährt! Leider haben diese Batterietypen nur geringe Kapazitätsreserven. Sie sind deshalb für Bordstromversorgungen nur wenig geeignet bzw. schlicht zu teuer!
Für den Einsatz im Fahrzeug sollten Sie auf rüttelfeste Batterietypen achten!
Generell haben verschiedenen Batterietypen sehr unterschiedliche elektrische Eigenschaften und erfordern deshalb unterschiedliche Ladecharakteristika. Während hochwertige Solarregler oder moderne Batterieladegeräte sämtliche Batterietypen adäquat laden können, ist dies bei Standardreglern der Lichtmaschine nicht der Fall! Insbesondere Gelbatterien werden von der Lichtmaschine unzureichend und mit der falschen Ladecharakteristik geladen. Bitte wundern Sie sich also nicht, wenn Sie beim ausschließlichen Laden einer Gelbatterie über die Lichtmaschine weder die angegebene Batteriekapazität noch die versprochene Lebensdauer erreichen!
Wir bieten Ihnen mit dem externen STERLING-Hochleistungsladeregler mit IUoUo-Kennliniedazu eine professionelle Lösung zur Ladung von Gelbatterien über die Lichtmaschine!
Ladung über Trennrelais:
In aller Regel erfolgt die Ladung von Starter- und Bordbatterie über ein Trennrelais, das beide Batterien parallel verbindet, sobald der Motor läuft und der Generator Strom liefert. Diese Lösung hat mehrere gravierende Nachteile:
1) Der Ladestrom der Lichtmaschine teilt sich gemäß dem Innenwiderstand der Batterien auf. In der Praxis bedeutet dies, daß die Bordbatterien (bei gleichem Ladezustand) mit erheblich geringerem Ladestrom versorgt werden als die (extrem niederohmige) Starterbatterie.
2) Sind Starter- und Bordbatterie stark unterschiedlich entladen, so können über das Trennrelais extrem hohe Ausgleichsströme zwischen den Batterien fließen (bis über 100 A). Während dies der Starterbatterie in der Regel kaum schadet, müssen Sie mit einer reduzierten Lebensdauer der Bordbatterien rechnen.
3) Üblicherweise begrenzen die Laderegler den von der Lichtmaschine lieferbaren Strom frühzeitig, sobald eine der Batterien sich der Ladeschluss-Spannung nähert. Natürlich fließen dann noch Ausgleichsströme zwischen den Batterien, die mögliche Lichtmaschinenleistung bleibt aber weitgehend ungenutzt; unnötig lange Ladezeiten sind die Folge!
Wir raten von dieser Schaltungstechnik deshalb ab, zumal die anscheinend so preiswerte Lösung durch verkürzte Batterielebensdauer sich weder langfristig rechnet noch in der Performance (geringe nutzbare Batteriekapazität) überzeugt!
Diodenverteiler / Batterie-Isolatoren:
Ähnlich, wenngleich mit völliger Entkopplung der Batterien untereinander, funktionieren sogenannte Diodenverteiler oder Batterieisolatoren. Zwar tritt hier kein Problem mit Ausgleichsströmen zwischen den Batterien auf, die unvollständige Nutzung der Lichtmaschinenenergie bleibt dagegen bestehen und wird durch den Spannungsverlust der Dioden sogar noch verschärft! Deshalb führen auch verlustarme Diodentrennverteiler in der Praxis zu unvollständig geladenen Bordbatterien und somit zu enttäuschenden Standzeiten. Entsprechend sind tiefe Entladezyklen unvermeidbar, was sich ebenfalls negativ auf die Batterielebensdauer auswirkt.
In Verbindung mit externen Hochleistungs-Lichtmaschinenreglern sind Diodenverteiler aber gut zur Verteilung des Ladestrom geeignet, da diese Laderegler alle Spannungsverluste auf dem Weg zur Batterie automatisch kompensieren. Wir führen die Produkte der Firma STERLING.
Problemlösungen:
Es gibt eine Reihe von Problemlösungen mit unterschiedlichem Performanceniveau und Kostenrahmen.
So können Sie sowohl den Ladezustand als auch die Lebensdauer Ihrer Bordbatterien dadurch optimieren, dass Sie eine Solaranlage verwenden (was ja zur Verlängerung der Standzeiten sowieso sinnvoll ist!) oder die Bordbatterien regelmäßig mit einem hochwertigen Ladegerät laden. Dies gilt insbesondere bei Verwendung von Gelbatterien!
Natürlich gibt es auch für die Ladung mit der Lichtmaschine bzw. über das Bordstromnetz technische Lösungen auf unterschiedlichem Niveau:
I) Wenn man zur Bordstromversorgung eine zyklenfeste Nassbaterie benutzt, dann lässt sich die Ladeperformance über die vollelektronisch gesteuerten Ladestromverteiler von LEAB bzw. MAGNETRONIC deutlich steigern. Dieser FET-gesteuerten Ladestromverteiler arbeiten verlustfrei und vergelichen automatisch das Ladeniveau von Starter- und Bordbatterie. Es wird zunächst ausschließlich diejenige Batterie geladen, die das niedrigere Ladungsniveau hat. Erst bei gleichem Spannungsniveau der Batterien werden beide Batterien parallel weitergeladen. Dadurch erreicht man in der Praxis gerade für die Bordbatterie eine deutlich verkürzte Ladezeit. Beide Batterie werden durch diese Ladestromverteiler galvanisch vollständig entkoppelt, können sich also gegenseitig nicht negativ beeinflussen. Diese Ladestromverteiler sind in verschiedenen Varianten verfügbar und für Lichtmaschinen bis 150 A Leistung geeignet. Die Preise liegen zwischen 200,- und 240,- €.
Da bei dieser Lösung die Ladecharakteristik des Lichtmaschinenreglers unverändert bleibt und somit auch keine Temperaturführung des Ladevorgangs möglich ist, sind diese Laderegler für die Ladung von Gelbatterien nicht zu empfehlen!
II) Angepasster Laderegler
Bei den meisten BOSCH-Lichtmaschinen lässt sich der interne Laderegler austauschen und durch einen solchen ersetzen, der eine für Gelbatterien optimierte Ladeschluss-Spannung aufweist. Diese preisgünstige Lösung führt zwar zu einer vollständigeren Batterieladung, ändert aber nichts an der unpassenden Ladecharakteristik und der mangelhaften Ausnutzung der Lichtmaschinenleistung. Da Batterien nach Voll-Ladung (also auf sehr langen Fahrten) sowie bei Ladung unter sehr hohen Temperaturen aber eine Absenkung der Ladespannung auf 13,6 bis 13,8 V erfordern, ist diese Lösung alles andere als batterieschonend und geht insbesondere bei Gelbatterien erheblich auf die Lebenszeit! Zudem kann es durch die erhöhte Ladeschluss-Spannung zur Gasung der Starterbatterie kommen, was aber bei regelmäßigem Kontrollieren bzw. Nachfüllen von Batteriewasser nicht weiter schadet (bei wartungsfrei-versiegelten Batterien dagegen schon!). Insbesondere für Batterietemperaturen über 30 °C können wir diese preisgünstige Lösung nicht empfehlen!
III) Ladebooster
Ursprünglich für lange Zuleitungen zum Wohnanhänger entwickelt, können sogenannte Ladebooster auch für die Anhebung der Ladeschluss-Spannung auf, ein für Gel-Batterien geeignetes Niveau genutzt werden. Es gibt verschiedene Modelle am Markt, die auch ausreichende Ladeströme ermöglichen (bis 20 A, IU-Ladecharakteristik) und zum Teil sogar eine einstellbare Ladeschluss-Spannung haben. Leider haben alle Ladebooster weder eine mehrstufige noch eine temperaturgeführte Ladekennlinie, so dass dieselben Problme auftreten wie bei den integrierten Ladereglern mit erhöhter Ladeschluss-Spannung!
IV) Externer Laderegler mit umschaltbarer Kennlinie
Die eindeutig bessere Lösung ist der externe STERLING-Hochleistungsladeregler mit sogenannter IUoUo-Kennlinie, der sich nicht nur auf den entsprechenden Batterietyp einstellen lässt sondern zudem temperaturgeführt ist. Diese Technik ist inzwischen bei allen hochwertigen Ladegeräten Standard, wäre aber gerade im Kfz aufgrund der extrem unterschiedlichen Klimabedingungen besonders wichtig. Der Regler lässt sich extern an fast jeder Lichtmaschine betreiben und nutzt die maximale Leistung der Lichtmaschine zur Batterieladung. Die Batterieladezeit verkürzt sich in etwa auf die Hälfte, so dass diese Lösung besonders all jenen zu empfehlen ist, die relative kurze Fahrtetappen zurücklegen.
Ein weiterer Vorteil dieser Lösung liegt in der Messfühlerleitung direkt am Batterieeingang: dadurch werden nicht nur alle Verluste in den Kabeln oder im Diodenverteiler kompensiert, es lassen sich dadurch auch wirklich volle Bordbatterien sicherstellen! Allerdings lässt sich auch in Kombination mit Diodenverteilern ein gewisses Gasungsrisiko bei der Verwendung von Flüssigelektrolyt-Starterbatterien nicht ganz ausschließen, aber in aller Regel durch Verwendung einer Schottky-Diode in der Zuleitung der Starterbatterie oder einem speziellen FET-gesteuerten Ladestromverteiler vermeiden (ansonsten gilt: Wasserstand regelmäßig kontrolliern und gegebenenfalls nachfüllen). Durch den relativ komplexen Umbau ist die Umrüstung bzw. Montage etwas aufwändig und sollte bei uns oder in einem geeigneten Spezialbetrieb erfolgen. Berücksichtigt man den Performancegewinn und die erhöhte Lebensdauer der Gelbatterien, so zahlt sich diese Investition aber allemal aus!
V) STERLING Ladebooster und Stromverteiler
Dieser Ladestromverteiler realisiert praktisch alle Vorteile des externen STERLING Hochleistungsreglers ohne dass eine Modifikation an der Lichtmaschine erforderlich wäre! Durch umschaltbare Ladecharakteristika für Nass, AGM- und Gelbatterien und eine temperaturgeführte IUoUo-Ladekennlinie wird maximale Batterieschonung und damit eine hohe Batterielebensdauer erreicht. Da nicht direkt an der Felderregung der Lichtmaschine eingegriffen werden kann (wie dies beim externen Hochleistungsladeregler der Fall ist), sind die Ladezeiten nicht ganz so kurz wie beim Hochleistungsregler aber allemal kürzer als mit der Standardlichtmaschine. Das Gerät ist in 2 Leistungsklassen für Lichtmaschinen bis 90 A bzw. bis 160 A verfügbar. Die Preise werden voraussichtlich bei ca. 400,- bzw. 450,- € liegen (Verfügbarkeit ab 1. Quartal 2004).
VI) STERLING Batterie-Ladebooster
Diese Gerät ist als vereinfachte Ausführung des STERLING Ladeboosters/Stromverteilers zu sehen. Es wird einfach zwischen Starter- und Bordbatterie geschaltet und bietet temperaturgeführte IUoUo-Ladekennlinien für alle gängigen Batterietypen! Der Ladestrom ist dabei auf max. 40 A begrenzt was aber in aller Regel völlig ausreichend ist! Eine Elektronik sorgt dafür, dass das Gerät erst dann aktiv wird wenn der Motor läuft; es wird dann bis zum maximalen Ladestrom von 50 A die vorhandenen Lichtmaschinenreserven zur Ladung der Bordbatterie abgeschöpft, also nur diejenige Energie, die von der Kfz-seitigen Elektrik aktuell nicht benötigt wird! Eindeutig die einfachste voll Gelbatterie-taugliche Lösung. Der Preis wird voraussichtlich bei ca. 350,- € liegen (Verfügbarkeit ab 1. Quartal 2004).
VII) Optimallösung
Das grundlegende Problem bei der Ladung zweier oder mehrerer Batterien besteht darin, dass der Ladevorgang auch bei intelligenten Ladegeräten nur auf die Erfordernisse einer Batterie optimiert werden kann, die anderen Batterien müssen dann zwangsläufig mit dem zurecht kommen, was Laderegler bzw. das Ladegerät bereitstellt. Die oben beschriebene Lösung verbessert zwar die Energieausbeute der Lichtmaschine erheblich, kann aber dieses grundlegende Problem nicht vermeiden. Die beste Möglichkeit, sowohl Starter- als auch Bordbatterie optimal zu laden ist deshalb die Verwendung von zwei separaten Lichtmaschinen. Diese Lösung ist zwar mechanisch aufwändig und meist nur bei Fahrzeugen ohne Klimaanlage (oder bei LKWs) realisierbar; nur so ist aber in allen Betriebssituationen sichergestellt, dass sowohl Flüssigelektrolyt- als auch Gelbatterien adäquat über optimierte Laderegler geladen werden und ihre volle Kapazität und Lebensdauer erreichen. Wenn Sie diesen Aufwand in Kauf nehmen, dann sollten Sie zumindest ihren Gelbatterien den STERLING-Hochleistungsladeregler gönnen. Sie haben dann nicht nur eine perfekte Lösung sondern im Notfall auch gleich ihre Ersatzlichtmaschine an Bord!
Blockschaltung mehrerer Batterien:
Parallelschaltung:
Häufig werden zur Kapazitätserhöhung mehrere Batterien parallelgeschaltet. Dies ist zwar grundsätzlich möglich, dabei muss aber unbedingt darauf geachtet werden, dass nur Batterien gleichen Typs und gleicher Kapazitität sowie gleichen Alters (möglichst auch gleicher Produktionscharge) zusammengeschaltet werden (am besten in voll geladenem Zustand)! Ansonsten kommt es zu Ausgleichsströmen zwischen den Batterien, die je nach Temperatur und Betriebszustand hin und herpendeln. Dies kann soweit gehen, dass (trotz abgeschalteter Verbraucher!) die Batterien innerhalb weniger Wochen tiefentladen sind! Es ist deshalb grundsätzlich immer vorzuziehen, eine Batterie mit entsprechend hoher Ausgangskapazität zu wählen, auch wenn diese ein sehr hohes Gewicht haben. Die Palette verschiedener Batterietypen, Kapazitäten und Bauformen ist inzwischen sehr vielfältig, so dass sich in aller Regel eine passende Batterie finden lässt und so eine Parallelschaltung vermieden werden kann.
Serienschaltung (24 V - Anlage):
LKWs sowie manche Geländewagen haben 24 V - Anlagen, die meist über eine Serienschaltung von zwei 12 V - Batterien realisiert werden. Bei Verwendung identischer Batterien (siehe oben) ist eine solche Serienschaltung unbedenklich. Dagegen sollte eine Anzapfung einer dieser Batterien zur Versorgung eines 12 V - Bordnetzes unter allen Umständen vermieden werden! Dadurch ist die Gleichwertigkeit der einzelnen Batterien als zentrale Voraussetzung für ein problemloses Funktionieren solcher Parallel- oder Reihenschaltungen nicht mehr gegeben, so dass Probleme vorprogrammiert sind!
Lässt sich keine Bordversorgung in 24 V - Technik realisieren, so sollte unbedingt ein separater Stromkreis mit eigener 12 V - Batterie und geeigneter Ladetechnik eingesetzt werden um ein befriedigendes Ergebnis zu erzielen (s.o.). Bei 24 V - Anlagen können einzelne Verbraucher, die 12 V - Betriebsspannung erfordern, über 24 -> 12 V DC-Wandler problemlos betrieben werden.
Netzspannungswandler (Wechselrichter):
Immer wieder wird von Kunden der Wunsch nach einem 12 V - 230 V Spannungswandler geäußert. Dabei steht die Idee im Vordergrund, die diversen, ohnehin vorhandenen 220V- Geräte nutzen zu können (Notebook- oder anderweitige Ladegeräte, Bohrmaschine, Flex, Lötkolben, Küchengeräte, etc.). Natürlich ist dieser Gedanke attraktiv, aber man sollte dabei bedenken, dass eine verlustfreie Spannungswandlung nicht möglich ist. Viele Wandlerhersteller werben zwar mit hohem Wirkungsgrad (meist ca. 90%) und geringem Ruhestromverbrauch, verschweigen aber, dass gerade im Teillastbereich der Wirkungsgrad deutlich schlechter ist und so wesentlich mehr Strom verbraucht wird, als dies bei einem 12 V - Gerät mit gleicher Leistung der Fall wäre. Zudem können die Kosten für derartige Wandler (je nach Wandlertyp und Leistungsklasse) in Preisregionen von mehreren Tausend Euro vordringen! Sie sollten sich deshalb genau überlegen, ob und wozu Sie einen solchen Wandler benötigen. Fast alle genannten Werkzeuge und Geräte sind auch als 12 V - Varianten in hoher Qualität verfügbar und werden in der Regel erheblich weniger kosten als ein hochwertiger Sinuswandler. Der Strom, den leistungsfähige Wandler aus den 12 Volt-Bordbatterien ziehen, kann (bei entsprechenden Verbrauchern) Größenordnungen jenseits von 100 A erreichen und selbst bei kurzem Einsatz sind die Batterien dann schnell erschöpft! Zu den Kosten des Wandlers kommen deshalb oft noch die Kosten für eine ausreichend dimensionierten Batterieanlage hinzu! In Einzelfällen kann ein solcher Wandler eine sinnvolle Anschaffung sein (insbesondere bei Geräten mit geringer Stromaufnahme und kurzen Einschaltzeiten); in den allermeisten Fällen ist das Geld aber an anderer Stelle wesentlich sinnvoller investiert (Leistung der Solaranlage, Batteriekapazität, intelligente Ladeelektronik).
Hochwertige Wechselrichter finden Sie bei den STERLING-Produkten.
Instrumentenkonsole:
Es bietet sich an, sämtliche Kontrollfunktionen in einer Instrumentenkonsole zusammenzufassen, die einen Überblick über alle relevanten Geräte im Wohnbereich gibt. Ein sehr wichtiges Element ist dabei ein Batteriecomputer zur Kontrolle der Batterie- und Solaranlage. Dadurch werden sämtliche Stromentnahme- und Batterielade-Vorgänge (egal ob über die Lichtmaschine oder Solaranlage) überwacht und es steht immer eine eindeutige Aussage über die aktuellen Kapazitätsreserven zur Verfügung ("Batterie-Tankuhr"). Bitte beachten Sie, dass Spannungsanzeigen dazu völlig ungeeignet sind! Verschiedene Zulieferer behaupten zwar hartnäckig das Gegenteil; Spannungsmessungen liefern aber nur dann zuverlässige Aussagen über den Ladezustan der Batterien, wenn die Batterien vollständig von Verbrauchern, Solarmodulen und Ladegeräten getrennt sind und die Elektrolyte mindestens 12 Stunden Zeit zur Stabilisierung hatten. In der Praxis werden Sie diese Voraussetzung aber wahrscheinlich nie erfüllen!
Neben dem Batteriecomputer können folgende Komponenten in der Instrumentenkonsole untergebracht werden: Hauptschalter, Schalter für die Wasserpumpe/Entkeimungsanlage sowie sonstige elektrischer Verbraucher, Sicherungsautomaten, Füllstandsanzeigen von Frischwasser- und Abwassertank, Bedienfeld für Dieselkocher, eventuell auch Innen-/Außenthermometer, Uhr sowie Kontroll-Paneele für Ladegerät und Spannungswandler.
Wir führen Instrumente, Schaltkonsolen und Ladegeräte der Firma VOTRONIC, die sich durch hohe Qualität und ein günstiges Preis-Leistungsverhältnis auszeichnen.